Aktuell

16. April, 2012

Pressemappe zur heutigen PK

Wien, 16.4.2012 PUR
PK: Der Kinderpsychologe Holger Eich über die gescheiterte Aufarbeitung der röm.-kath. Kirche
Download: Zwei Jahre Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt

Wien, 16.4.2012 PUR
PK: Missbrauch in der r.k. Kirche: Bilanz über die letzten beiden Jahre
Download Pressemappe 16.4-2.doc

12. April, 2012

AVISO PK am 16.4. - Missbrauch in der r.k. Kirche: Bilanz über die letzten beiden Jahre 

(Wien, 12.4.2012, PUR) Vor 2 Jahren haben viele Opfer kirchlicher Gewalt ihr Schweigen erstmals gebrochen.
Was ist seit dem geschehen? Und wie beurteilen Betroffene, Experten und die Opposition die Aufarbeitung durch kirchliche und staatliche Stellen?

Am Podium:
Holger Eich, Psychologe (Fachgebiet: Gewalt gegen Kinder)
Albert Steinhauser, NR-Abg., Justizsprecher, Die Grünen
Sepp Rothwangl, Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt

Montag 16.4.2012, 10.00, Cafe Leopold, Museumsplatz 1 (MQ), 1070 Wien

Rückfragen+Anmeldung (erforderlich): FJ PURKARTHOFER PR,
+43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

11. April, 2012

Pfarrer zeichnete Homosexuellen-Order des Kardinals auf

Mit dem illegalen Mitschnitt eines Telefonats versucht der Ortspfarrer von Stützenhofen jetzt Kardinal Schönborn unter Druck zu setzen.
“Es gibt Gesprächsbedarf.” Michael Prüller, Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn, findet klare Worte. Konkret ist für kommende Woche ein brisantes Treffen im erzbischöflichen Palais angesetzt. Aufeinandertreffen werden dabei Schönborn, Generalvikar Nikolaus Krasa und Gerhard Swierzek, Pfarrer von Stützenhofen. Inhaltlich geht es einmal mehr um den klerikalen Krisenherd im Weinviertel. Dass der schwule Pfarrgemeinderat Florian Stangl mit dem Segen des Kardinals doch ins Amt darf, hat ja den konservativen Ortspfarrer so sehr erregt, dass dieser jetzt plant, seinen Talar an den Nagel zu hängen.
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8. April, 2012

Kirche zwischen Misstrauen gegen die Lehre und Missbrauchsfällen

Mit den Missbrauchsfällen sei die katholische Kirche nicht gut umgegangen, sagt die Mehrheit der Österreicher in der neuen STANDARD-Umfrage, vier von zehn geben ein Nicht genügend. Die Glaubenskrise geht noch tiefer
Das katholische Glaubensbekenntnis? Reine Folklore für die meisten Österreicher. Das geht aus der in der Karwoche durchgeführten Market-Umfrage für den Standard hervor. Dazu wurde eine Liste von populären Glaubenssätzen abgefragt – auch jenen, die Tieren und Pflanzen eine Seele zusprechen.

Und obwohl sich nur 17 Prozent als Atheisten bekennen (“Ich glaube, dass es keinen Gott gibt”), sind christliche Ideen weit abgeschlagen – auch den allen abrahamitischen Religionen gemeinsamen Glauben an ein Leben nach dem Tod teilen nur vier von zehn Befragten.
Das Glaubensbekenntnis, das sich in hohem Maße auf das österliche Geschehen bezieht, ist überhaupt ein Minderheitenprogramm. Zur Erinnerung der Text:
•    ”Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen” – obwohl 83 irgendwie an Gottes Existenz glauben, meinen zwölf Prozent, dass es mehr als einen Gott gibt.
•    ”Den Schöpfer des Himmels und der Erde” – da steigt die Mehrheit aus, nur 19 Prozent glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat. Von den Befragten unter 30 Jahren glauben das überhaupt nur vier Prozent.
•    ”Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn” – nur 34 Prozent glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
•    ”Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren aus der Jungfrau Maria” – dass Maria die Muttergottes ist, glauben nur 24 Prozent.
•    ”Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben” – dieser Teil der Heilsgeschichte wird überwiegend geglaubt, nur acht Prozent glauben, dass Jesus bloß eine literarische Figur wäre.
•    ”Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tag auferstanden von den Toten” – die zentrale Auferstehungsgeschichte glauben nur 30 Prozent, wobei ältere Befragte klar überwiegen. Und nur 16 Prozent glauben, dass jeder Gläubige auferstehen kann. An eine andere Art des Lebens nach dem Tode glauben immerhin 40 Prozent.
Andererseits ist der Glaube an Hexen und Zauberer mit drei bis vier Prozent gering.
Auch andere Punkte des Glaubensbekenntnisses sind nicht mehrheitsfähig, wenn man die Grafik betrachtet.
Wofür ist die Kirche dann noch gut? Als Aufreger, wenn es um einzelne Missbrauchsfälle geht? Wenn es um deren Aufarbeitung geht, vergeben 39 Prozent ein Nicht genügend, nur vier Prozent sehen die Aufklärung als sehr gut bewältigt an. Notenschnitt: 3,77.
15 Prozent der Österreicher sind jedenfalls strikt antireligiös und glauben, die Welt wäre besser, wenn niemand glauben würde – vor allem junge Befragte neigen zu dieser Ansicht.
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6. April, 2012

Die Kirche und das Geld

Das Fasten hat ein Ende, der Osterschinken wartet. Doch die österliche Freudenzeit ist nicht für alle ein Grund zur Freude: Die Debatte um die Verflechtung von Kirche und Staat wurde zuletzt mit den Parlamentsanfragen der Grünen neu angeheizt. Die Finanzen der katholischen Kirche sind undurchsichtig und ihre gesamten Einnahmen kaum abzuschätzen. Ein Überblick zu offiziellen Einkünften und staatlichen Förderungen.

Jede der neun österreichischen Diözesen darf nur so viel Geld ausgeben, wie sie auch einnimmt. Doch während die Ausgaben meist detailliert aufgelistet sind, bleiben die Geldquellen grob zusammengefasst und mehrdeutig. Manche Diözesen, wie etwa Eisenstadt listen die „staatliche Wiedergutmachung“ als eigenen Punkt auf, fassen allerdings „Subventionen und Spenden“ zusammen – unklar bleibt dabei die tatsächliche Höhe öffentlicher Gelder. Bis auf die Diözesen Innsbruck (2008) und Feldkirch (2012) sind alle Angaben aus 2010.

Die Kirchenbeiträge machen den Löwenanteil der ständigen Einnahmen der katholischen Kirche in Österreich aus. Seit dem Vermögensvertrag mit dem Vatikan 1960 bekommen die österreichischen Kirchen außerdem jährlich Entschädigungszahlungen für die Auflösung des „Religionsfonds“ durch die Nazis. Die EU- Agrarsubventionen an kirchliche Einrichtungen beliefen sich 2009 auf mindestens 5 Mio. Euro – zu den größten Empfängern gehörten der Stift Klosterneuburg (680.240 Euro) und das Erzbistum Wien (666.776 Euro). Für den Denkmalschutz kirchlicher Gebäude wurde 2009 etwa die Hälfte des staatlichen Denkmalschutz-Budgets ausgegeben, obwohl nur 8% aller denkmalgeschützten Gebäude Sakralbauten waren. Die Einkünfte von Klöstern und Stiften (etwa aus Immobilienbesitz) sind bislang nicht seriös abzuschätzen.
Quelle: paroli-magazin.at

3. April, 2012

Schulamt der Erzdiözese Wien verschleiert staatliche Subventionen-Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien fordert Transparenz

(Wien, 3.4.12, PUR) Beim Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien sorgen die heutigen Aussagen von Christine Mann, Leiterin des Schulamts der Erzdiözese Wien, für Erstaunen. Mann hatte behauptet, die konfessionellen Privatschulen würden dem Staat viel Geld ersparen. Das könne nur ein schlechter Aprilscherz sein, sagt Niko Alm, Sprecher des Volksbegehrens.
286,4 Millionen Euro zahlt das Unterrichtsministerium jährlich allein für konfessionelle Privatschulen, die in die Zuständigkeit des Bundes fallen. Dazu kommen zahlreiche Volks- und Hauptschulen im Eigentum von Religionsgemeinschaften, deren Kosten ebenfalls die öffentliche Hand trägt. Wie viel die kosten, kann oder will das Unterrichtministerium nicht sagen. “Christine Mann von der Erzdiözese Wien will es auch nicht sagen”, kritisiert Niko Alm, Sprecher des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien. “Aber sie behauptet, der Staat erspart sich damit viel Geld. Das ist im freundlichsten Fall eine bloße Behauptung, wahrscheinlich aber eine bewusste Vernebelung der Tatsachen”. Es sei davon auszugehen, dass die öffentliche Hand für konfessionelle Volks- und Hauptschulen mindestens so viel Geld ausgebe wie für konfessionelle Gymnasien oder Berufsbildende Höhere Schulen. “Insgesamt ist das mit Sicherheit mehr als eine halbe Milliarde Euro”, sagt Alm.
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2. April, 2012

Religionslehrer an Bundesschulen kosten 72 Millionen Euro pro Jahr

Bund finanziert außerdem Lehrer an konfessionellen Schulen mit 286 Millionen Euro
Der Bund hat im Schuljahr 2011/12 rund 81,7 Millionen Euro an Personalkosten für Religionslehrer an den AHS und BMHS (berufsbildende mittlere und höhere Schulen) bezahlt, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). An den konfessionellen Privatschulen kommt noch der Kostenersatz für die Personalausgaben für die übrigen Lehrer dazu, 2011/12 haben die konfessionellen AHS und BMHS damit “Kosten von rund 286,4 Millionen Euro verursacht”. Pflichtschulen nicht inkludiert
Die Grünen wollten im Zuge der Diskussion um eine Einführung eines verpflichtenden Ethikunterrichts für Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, die Kostenstruktur des derzeitigen Religionsunterrichts hinterfragen. Aus Sicht von Verfassungssprecherin Daniela Musiol ist hier nun “eine Größenordnung da, die man so noch nicht kannte”. Dabei hat das Ministerium nur Daten für die Bundesschulen geliefert, für Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonderschule) werden diese nicht zentral erfasst.

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2. April, 2012

Vom Sparen keine Spur: Religiöse Schulen und Religionslehrer kosten SteuerzahlerInnen ein Vermögen

Wie eine parlamentarische Anfrage der Grünen jetzt zu Tage gefördert hat, müssen enorme Summen von den österr. SteuerzahlerInnen für den religiösen Sektor im Schulbereich aufgewendet werden:

-286,4 Mio EUR Subventionen werden alleine im Bundeschulbereich an
konfessionelle Schulen ausgeschüttet

-Der Religionsunterricht kostete allein im AHS+BMHS Bereich im letzten Jahr
72 MIO EUR. Den größten Teil kassiert die r.k. Kirche mit 60,6 MIO EUR

-2015 Religionslehrer müssen allein in den AHS  von den Steuerzahlern
bezahlt werden, davon sind 1.329 katholische Religionslehrer.

-Für die Religions-Fachinspektoren muss der Steuerzahler 3,6 Millionen EUR ausgeben. 43 Planstellen sind dafür vorgesehen, davon 25 katholische.

Das macht zusammen 362 Millionen Euro Subventionen nur im Bereich der Bundesschulen. Insgesamt liegt die Zahl freilich noch weit höher:
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2. April, 2012

Toleranz à dieu: Gelungener Aprilscherz von Christoph Schönborn

Großes Aufatmen im christlich-fundamentalistischen Lager: Christoph Schönborns Toleranzgeste, einen schwulen Gemeinderat als kostenlose Arbeitskraft in der Pfarre zu dulden, ist eben nicht als Geste des Respekts zu verstehen, sondern als Ausdruck der moralischen Überlegenheit.
Dass der junge Mann diese Duldung nicht als die Demütigung, die sie ist, erkennt, bleibt zu hoffen. Durch dieses oberflächlich protestantische Verhalten des “Kardinals” (katholische Bezeichnung, Anm.) ändert sich die Position der römisch-katholischen Kirche gegenüber Homosexualität jedenfalls um keine Hostienbreite.
Wie der Vatikan zum Schwulsein steht, kann leicht online im “Katechismus der Katholischen Kirche” (unter anderem auf der Website des Vatikan) nachgelesen werden. Homosexuelle Handlungen “entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.”
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30. März, 2012

Kirchenfinanzierung: Finanzministerin entgehen heuer 120 Millionen Euro

Auf Anfragen der Grünen reagierten nur Fekter und Darabos mit konkreten Zahlen – Andere Ministerien hielten sich bedeckt
Die grüne Verfassungssprecherin Daniela Musiol hat im Februar eine Serie von parlamentarischen Fragen zur Kirchenfinanzierung durch die öffentliche Hand eingebracht. Die meisten Ministerien und das Bundeskanzleramt haben mittlerweile geantwortet. Musiol fragte zum Beispiel das von Maria Fekter (ÖVP) geführte Finanzministerium, wie viel Steuergeld dem Staat jährlich entgeht, weil der Kirchenbeitrag steuerlich abgesetzt werden kann.
Das Finanzministerium antwortete: Für die Jahre 2009 bis 2011 wird mit einem Steuerentgang von rund 100 Millionen Euro gerechnet, für 2012 wird der Ausfall auf 120 Millionen geschätzt.
Konkrete Zahlen nannte auch das Verteidigungsministerium unter Norbert Darabos (SPÖ): 2010 wendete das Ressort 2,8 Millionen Euro an Personalkosten für römisch-katholische Militärseelsorge auf. Hinzu kamen 80.000 Euro an Sachkosten.
Musiol versucht seit längerem die, wie sie sagt, “Privilegien der Kirche” zur politischen Diskussion zu stellen. Diese könne aber nur auf Basis von validen Zahlen geführt werden. Die spärlichen Antworten aus den Ministerien würden zeigen, dass die Minister “keinen großen Willen zur Transparenz zeigen”, wenn es um Kirchenfinanzierung geht.
Die Zahlen im Detail:
Anfragebeantwortung_Finanzministerium
Anfragebeantwortung_Verteidigungsministerium
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    EIN RECHT FÜR ALLE!
    Initiative gegen Kirchenprivilegien
    info@kirchen-privilegien.at
    Halbgasse 7, 1070 Wien

    Hotline: 0699-151 98 103,
    MO-FR, 8.00-17.00

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  • ABC Forum

    NEU und RESPEKTLOS!
    von Heli Deinboek
    Die praktische Begriffs-Kompilation für EinsteigerInnen in die Anti-Privilegien-Kampagne. Satiriker nennen diese Kompilation auch das „Lexikon der Böhmisch-Diabolischen Kirche“.
    >> zum ABC-Forum

  • Initiatoren:

    Niko Alm, Unternehmer
    Univ. Prof. Heinz Oberhummer, Physiker
    Sepp Rothwangl, Autor und Forstwirt
    Phillippe F. Lorre, Unternehmer
    Elisabeth Ohri, Künstlerin
    Claudia Gamon, Studentin, Mitglied von JuLis
    Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt

  • Unser Grundsatz: Ein Recht für Alle.

    Religion ist Privatsache. Wir haben nichts gegen Religionen oder andere Weltanschauungen. Jeder/Jede darf glauben was er/sie will. Religionen sollen aber privat und nicht staatlich überlagert sein. Das Volksbegehren richtet sich nicht gegen Kirchen oder Religionen. -Es richtet sich an den Staat. Es ist gegen Diskriminierung und Bevorzugung - aber für Gleichberechtigung. Kurz: Es will "Ein Recht für Alle".
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