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	<title>Kirchen-Privilegien</title>
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	<description>Initiative gegen Kirchenprivilegien</description>
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		<title>Veranstaltungsankündigung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 13:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[3. Vernetzungstreffen für Betroffene kirchlicher Gewalt Wann: So., 3. Juni 2012 15:00 Uhr Wo: Laxenburger Straße 8-10, 1100 Wien Infos+ Anmeldung (erforderlich): vernetzung@betroffen.at]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>3. Vernetzungstreffen für Betroffene kirchlicher Gewalt<br />
Wann: <strong>So., 3. Juni 2012 15:00 Uhr</strong><br />
Wo: Laxenburger Straße 8-10, 1100 Wien<br />
Infos+ Anmeldung (erforderlich): <a href="mailto:vernetzung@betroffen.at ">vernetzung@betroffen.at </a></p>
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		<title>Kloster will für Missbrauch nicht haften</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1654</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 18:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien, 27.4.2012, derstandard.at Gleich zweimal saß der Abt des Zisterzienserklosters Mehrerau, Anselm van der Linde, am Donnerstag vor Gericht. Zwei Opfer sexueller Gewalt fordern vom Kloster zivilrechtlich Schadenersatz Feldkirch &#8211; Eines hatten die Kläger und der Abt beim Zivilrechtsprozess Missbrauchsopfer &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1654">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wien, 27.4.2012, <a href="http://derstandard.at/1334796337194/Missbrauchsprozess-Kloster-will-fuer-Missbrauch-nicht-haften">derstandard.at</a><br />
<img class="alignleft size-full wp-image-1657" title="1334823649713" src="http://www.kirchen-privilegien.at/wp-content/uploads/2012/04/1334823649713.jpg" alt="" width="300" height="200" />Gleich zweimal saß der Abt des Zisterzienserklosters Mehrerau, Anselm van der Linde, am Donnerstag vor Gericht. Zwei Opfer sexueller Gewalt fordern vom Kloster zivilrechtlich Schadenersatz<br />
Feldkirch &#8211; Eines hatten die Kläger und der Abt beim Zivilrechtsprozess Missbrauchsopfer kontra Kloster Mehrerau gemeinsam: Alle drei Männer waren angespannt, die Situation war ihnen sichtlich unangenehm. Das war es dann aber auch schon: &#8220;Kein Vergleich, wir bleiben bei unserer Haltung&#8221;, stellte der Anwalt des Klosters, Bertram Grass, klar. Schadenersatzforderungen, im ersten Fall 200.000 Euro, im zweiten 135. 000 Euro, werden wegen Verjährung abgelehnt. Die Opfer sollten sich an die Klasnic-Kommission wenden.<br />
<span id="more-1654"></span>Zwei ehemalige Schüler, beide geben an, von Pater Johannes, ihrem Lehrer und Erzieher, über Jahre missbraucht worden zu sein, klagten das Kloster unabhängig voneinander. Der Einfachheit halber wurde hintereinander verhandelt.</p>
<p>Das erste Verfahren strengte ein 58-Jähriger an. In seinem Fall muss nun das Gericht klären, wann die Verjährungsfrist beginnt. Mit dem Tatzeitraum oder, wie der Betroffene meint, ab dem Zeitpunkt, als ihm der Schaden bewusst wurde. Und das war nach einem Fernsehbericht über Missbrauchsfälle in der Mehrerau 2010. &#8220;Warum nicht früher?&#8221;, will Richterin Birgit Vetter wissen. &#8220;Über all die Jahre hat der Teil in mir, der dafür verantwortlich ist, dass ich überhaupt noch lebe, das Geschehen in die Tiefe gelegt&#8221;, sagt der Kläger. &#8220;Sie haben das Ganze verdrängt?&#8221;, übersetzt die Richterin. Der Mann weint.<br />
Unerwartet verkündet Anwalt Grass einen Gesinnungswandel: Er ziehe die Außerstreitstellung zurück, der Kläger sei nicht glaubwürdig. Bisher hatte das Kloster die sexuellen Übergriffe nicht bestritten, sich aber gegen die Haftung gewehrt. Der Kläger reagiert mit einer Schimpftirade. Die Richterin vertagt, zur Frage der Traumatisierung und Verdrängung wird ein psychologisches Gutachten eingeholt.</p>
<p><strong>Schweigen im Kloster</strong><br />
Im Vergleich zum ersten Kläger wird der zweite vom Klosteranwalt mit Respekt behandelt. Der 46-jährige Mann war als Schüler vom selben Pater sexuell misshandelt worden. Die Intervention seiner Eltern führte 1982 zur Versetzung des Priesters und zur kurzfristigen Suspension.</p>
<p>Die Befragung des Abtes zeigte augenscheinlich, wie von seinen Vorgängern Gewalttaten des Paters vertuscht wurden. Weder eine rechtskräftige Verurteilung aus 1967 noch die Tat oder Suspension 1982 seien im Personalakt, den einzig der Abt führe, vermerkt, sagte van der Linde. Ihm, der seit 1994 im Kloster und seit 2010 Abt sei, waren Gerüchte über den Priester nicht bekannt.<br />
Zur nächsten Tagsatzung wird Altabt Kassian Lauterer geladen. Für das Gericht gilt es die Haftungsfrage zu klären, herauszufinden, wer die Verantwortung trägt. Aussagen soll auch der beschuldigte Priester. Vorausgesetzt, die Ladung kann ihm zugestellt werden. Van der Linde: &#8220;Er ist schwer depressiv und suizidgefährdet, er hat mich gebeten, seinen</p>
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		<title>Kloster stellt Glaubwürdigkeit von Kläger infrage</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1652</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 20:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kirchen-privilegien.at/?p=1652</guid>
		<description><![CDATA[Vorarlberg, 26.4.2012, vorarlberg.orf.at Im Prozess eines 58-Jährigen gegen das Kloster Mehrerau am Landesgericht Feldkirch haben Rechtsvertreter des Klosters die Missbrauchsvorwürfe des ehemaligen Schülers angezweifelt. Die beiden Zivilprozesse wurden vertagt. Am Landesgericht Feldkirch wurden am Donnerstag gleich zwei Klagen gegen das &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1652">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorarlberg, 26.4.2012, <a href="http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2530488/">vorarlberg.orf.at</a><br />
Im Prozess eines 58-Jährigen gegen das Kloster Mehrerau am Landesgericht Feldkirch haben Rechtsvertreter des Klosters die Missbrauchsvorwürfe des ehemaligen Schülers angezweifelt. Die beiden Zivilprozesse wurden vertagt.</p>
<p>Am Landesgericht Feldkirch wurden am Donnerstag gleich zwei Klagen gegen das Kloster Mehrerau verhandelt. Zwei ehemalige Internats-Zöglinge gehen zivilrechtlich gegen das Kloster vor, weil sie Schadenersatz für jahrelange und schwere sexuelle Misshandlung verlangen. Beide Zivilprozesse wurden vertagt.<br />
Ein ehemaliger 58 Jahre alter Schüler stand am Donnerstag zum zweiten Mal vor Gericht. Beim ersten Prozess und auch noch zu Beginn der Verhandlung am Donnerstag waren die Übergriffe von beiden Seiten unbestritten.<br />
<span id="more-1652"></span></p>
<p><strong>Berufliche Laufbahn durch Missbrauch zerstört</strong><br />
Der 58-Jährige wirft dem Kloster vor, dass er über drei Jahre hinweg sexuell schwer misshandelt wurde. Er klagt das Kloster auf Schadenersatz und Verdienstentgang in Höhe von 200.000 Euro. Er gab an, durch den schweren sexuellen Missbrauch sei seine solide berufliche Laufbahn verhindert worden. Die Folgen seien so schwer, dass er mit 30 Jahren seinen Beruf aufgab und Jobs als Tellerwäscher oder Taxifahrer angenommen habe. Jetzt arbeite er als Künstler. Auch sein Privatleben sei völlig zerstört worden. In Beziehung zu Frauen, habe er diese nur noch als „Müllkübel für seine Geilheit gesehen“.</p>
<p><strong>Wogen im Gerichtssaal gingen hoch</strong><br />
Der Rechtsvertreter des Klosters Mehrerau sagte nach der Einvernahme des 58-Jährigen, für das Kloster sei nicht sicher, dass der Mann tatsächlich misshandelt wurde. Dessen Aussagen seien nicht glaubwürdig. Als der Rechtsvertreter dies zu Protokoll gab, gingen die Wogen im Verhandlungssaal hoch: Der Kläger erhob sich mit wilden Gesten vom Stuhl und bedachte den Verteidiger des Klosters mit wenig schmeichelhaften Worten. Erst nach einiger Zeit konnte er von der Richterin und von seinem Rechtsvertreter wieder gemäßigt werden.</p>
<p><strong>Vernehmung des Paters könnte ausschlaggebend sein</strong><br />
Eine zentrale Rolle im Zweifel um die Missbrauchsvorwürfe könnten frühere Ermittlungen gegen den damaligen Peiniger gespielt haben. Der des Missbrauchs beschuldigte Pater, der das Internat damals leitete, hat bei einer Befragung durch die Polizei nämlich mehrere Namen von Schülern, die er missbraucht hat, genannt. Der Name des 58-jährigen Klägers taucht da aber nicht auf.</p>
<p><strong>Psychologisches Gutachten über Kläger wird erstellt</strong><br />
Nun sollen weitere Zeugen Klarheit bringen. Auch der angebliche Peiniger, der Pater des Klosters, soll zu Wort kommen. Dieser Umstand sorgte abermals für Aufruhr im Verhandlungsaal. Abt Anselm van der Linde sagte nämlich, er sei von diesem Pater gebeten worden, dass dessen Adresse nicht bekannt gegeben werde. Er sei nämlich schwer depressiv und suizidgefährdet. Außerdem wird noch ein psychologisches Gutachten über den 58-jährigen Kläger erstellt.</p>
<p><strong>Zahlung als Teil einer Wiedergutmachung?</strong><br />
Abt Anselm van der Linde, der als Zeuge geladen war, sollte befragt werden, wozu genau dem ehemaligen Schüler 500 Euro gegeben wurden. Der Prior des Klosters sagte bei der ersten Verhandlung aus, das Geld sei ausschließlich zur Finanzierung des Zugtickets zur Klassnic-Kommission in Wien gewesen.<br />
Im Hintergrund steht die Frage, ob die Zahlung als Teil einer Wiedergutmachung und damit als Schuldeingeständnis gesehen werden kann.</p>
<p><strong>Zweites Verfahren gegen das Kloster</strong><br />
In einem zweiten Verfahren gegen das Kloster Mehrerau, das am Donnerstag aufgenommen wurde, klagt ein heute 45-Jähriger 135.000 Euro an Schmerzengeld und Verdienstentgang ein. Der Mann wurde seiner Schilderung zufolge vor den Osterferien 1982 vom selben Pater wie der 58-Jährige massiv sexuell missbraucht. Der Pater war gegenüber den Schülern zwar offenbar immer wieder gewalttätig, von sexuellen Übergriffen sei ihm aber damals nichts bekannt gewesen. „Lange Zeit dachte ich, ich wäre der einzige“, sagte der 45-Jährige vor Gericht.<br />
Die Eltern des 45-Jährigen hatten den damaligen Mehrerau-Abt Kassian Lauterer über den sexuellen Missbrauch ihres Sohnes durch den Pater informiert. Daraufhin wurde dieser aus dem Schuldienst entfernt, als Priester suspendiert und versetzt. Im Gegenzug verzichteten die Eltern auf eine Anzeige gegen den Pater.</p>
<p><strong>Fortsetzungstermine noch nicht bekannt</strong><br />
Im Mittelpunkt des Verhandlungsauftakts am Donnerstag stand die Frage der Verjährung. Der Anwalt des Klägers, Sanjay Doshi, ist der Ansicht, dass die Klage noch rechtzeitig vor der 30-jährigen absoluten Verjährungsfrist eingebracht wurde. Für die Fortsetzung des Prozesses werden zahlreiche Zeugen geladen, darunter Alt-Abt Lauterer. In beiden Fällen wurden noch keine Fortsetzungstermine genannt.</p>
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		<title>Kirchenopfer klagt Klasnic-Kommission an</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1648</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 16:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wien, 25.4.2012, kurier.at Vertrauliche Gespräche eines Missbrauchsopfers mit Psychologen der Klasnic-Kommission sollen an die Kirche weitergegeben worden sein. Datenleck oder breiter Datenmissbrauch? Diese Frage stellt sich Herbert Loitsch. Der Niederösterreicher ist ein von der Kirche anerkanntes Missbrauchsopfer. Im Sommer 2011 &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1648">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wien, 25.4.2012, <a href="http://kurier.at/nachrichten/4493724-kirchenopfer-klagt-klasnic-kommission-an.php">kurier.at</a></p>
<div id="attachment_1649" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1649" title="128692_fe3" src="http://www.kirchen-privilegien.at/wp-content/uploads/2012/04/128692_fe3-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Missbrauchsopfer Herbert Loitsch</p></div>
<p>Vertrauliche Gespräche eines Missbrauchsopfers mit Psychologen der Klasnic-Kommission sollen an die Kirche weitergegeben worden sein.<br />
Datenleck oder breiter Datenmissbrauch? Diese Frage stellt sich Herbert Loitsch. Der Niederösterreicher ist ein von der Kirche anerkanntes Missbrauchsopfer.<br />
Im Sommer 2011 holte sich Loitsch im Erzbischöflichen Palais in der Wiener Innenstadt von der Stiftung Opferschutz 10.000 Euro Schmerzensgeld ab. Diese Summe war ihm nach ersten Clearing-Gesprächen von der unabhängigen Klasnic-Kommission zugesprochen worden.<br />
Er nutzte die Gelegenheit und stellte eine Datenanfrage: &#8220;Ich wollte wissen, wer aller von den brutalen  Übergriffen wusste. Die Klasnic-Kommission garantierte ja, sensible Daten, wie etwa Details über den Missbrauch, nicht weiterzuleiten.&#8221; In einem Online-Video spricht Loitsch über seine Erfahrungen im Internat der Salvatorianerinnen in Wien.<br />
Umso geschockter war der 61-Jährige, als ihm die Antwort zur Datenanfrage mittels eingeschriebenem Brief zugestellt wurde: &#8220;Sogar vertrauliche Gespräche mit der Therapeutin sind da abzufragen. Ich fasse es nicht. Das sind intimste Details, die hier von der Kirche in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal gespeichert wurden.&#8221;<br />
<span id="more-1648"></span><br />
<strong>Unzulässig</strong><br />
Hans Zeger von der ARGE-Datenschutz sieht das ähnlich: „Daten dieser Sensibilität dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen  weitergegeben werden. Die Übermittlung von Gesundheitsdaten an nicht facheinschlägige Dritte  ist unzulässig.“<br />
Der Sprecher der Klasnic-Kommission, Herwig Hösele, versucht zu kalmieren: „Das Schreiben   besagt nur, dass heikle Daten existieren. Es fehlt allerdings eine Differenzierung, welche Daten in der Klasnic-Kommission geblieben sind, welche Infos der Stiftung Opferschutz übergeben wurden  und welche an die katholische Datenschutzkommission gingen. Infos aus den Clearing-Verfahren wurden von uns nicht weitergegeben.“ Der Umgang mit Daten von Missbrauchsopfern im kirchlichen Bereich sei „korrekt“.<br />
Darauf hat auch der Vorsitzende der kirchlichen Datenschutzkommission, Walter Hagel, am Mittwoch hingewiesen. Es würden keinerlei „Dateninhalte“ seitens der Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft an die Datenschutzkommission weitergegeben, betonte Hagel im Gespräch mit der Agentur „Kathpress“. „Dadurch, dass keinerlei Dateninhalte weitergegeben wurden, ist nicht nur keine Verletzung des Datenschutzgeheimnisses geschehen, sondern eine solche Verletzung ist auch undenkbar“, so Hagel. Denn auch umgekehrt sei eine Weitergabe von „Dateninhalten“ nicht möglich.<br />
Der Sprecher der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, Sepp Rothwangl, zeigt sich dennoch empört: &#8220;Die Kirche setzt sich über die geltende Rechtslage hinweg.&#8221; Er forderte alle Betroffenen auf, eine Datenanfrage an die Klasnic-Kommission zu richten.</p>
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		<title>Missbrauch: Sammelt Klasnic Kommission intimste Daten Betroffener für die Bischofskonferenz?</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1646</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 12:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ARGE DATEN: &#8220;Unterlassungs- bzw. Schadenersatzmöglichkeiten prüfen“ (Wien, 25.4.12, PUR)  &#8221;Nach dem sexuellen Missbrauch erfolgt der Datenmissbrauch“, empört sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Heute wurde bekannt, dass die Klasnic-Kommmission alle Daten eines Missbrauchsopfers an die Bischofskonferenz weitergegeben &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1646">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ARGE DATEN: &#8220;Unterlassungs- bzw. Schadenersatzmöglichkeiten prüfen“</strong><br />
(Wien, 25.4.12, PUR)  &#8221;Nach dem sexuellen Missbrauch erfolgt der Datenmissbrauch“, empört sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Heute wurde bekannt, dass die Klasnic-Kommmission alle Daten eines Missbrauchsopfers an die Bischofskonferenz weitergegeben hatte. Laut Auskunft des Datenschutzbeauftragten der österreichischen Bischofskonferenz werden neben Namen, Anschrift, Taufdaten und Kirchenaustrittsdaten auch die Art des Missbrauchs, Orte des Missbrauchs, Namen von Therapeuten sowie die gesammelte Korrespondenz zwischen Opfer und Opferschutzanwaltschaft gespeichert, sowie Clearing-Daten, also jene höchst sensiblen Informationen, die im psychologischen Gutachten zur Ermittlung der Höhe des Schadensersatzes gesammelt werden. Während ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen oder AnwältInnen per Gesetz zur Geheimhaltung der sensiblen Daten ihrer KlientInnen verpflichtet sind, setzt sich die Kirche über die geltende Rechtslage hinweg.<br />
<span id="more-1646"></span><br />
<strong>ARGE DATEN: Weitergabe an Bischofskonferenz ist überschießend</strong><br />
&#8220;Bei diesen Daten handelt es sich um um sensible Daten im Sinne des DSG 2000“, erklärt Hans G. Zeger von der ARGE Datenschutz. &#8220;Diese dürfen nur unter bestimmten, engen Voraussetzungen verwendet und weitergegeben werden.“ Konkret sei die Übermittlung von Gesundheitsdaten an nicht facheinschlägige Dritte unzulässig. &#8220;Bei einem stattgefundenen Datenmissbrauch müsste man prüfen, ob hier Unterlassungs- bzw. Schadenersatzmöglichkeiten bestehen. Die Weitergabe an die Bischofskonferenz, sollte sie tatsächlich stattgefunden haben, erscheint mir überschießend“, resümiert Zeger. &#8220;Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Kirchen bei Besorgung innerkirchlicher Angelegenheiten nicht dem Datenschutzgesetz unterliegen, sondern sich eigene Regeln geben können.“<br />
<strong>Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt rät zu Auskunftsantrag bei Klasnic Kommission</strong><br />
&#8220;Die Klasnic-Kommission schützt einerseits Täter, indem sie ihre Identität anonym hält. Andererseits hat sie kein Problem damit, vertraulichste Daten Betroffener weiterzugeben bzw.  zentral zusammen zu führen“, ärgert sich Sepp Rothwangl von der Betroffenen-Plattform. Die Plattform empfiehlt allen, die sich bei Klasnic gemeldet haben, einen Antrag auf Datenschutzauskunft nach Datenschutzgesetz zu stellen. &#8220;Wir können leider nicht ausschließen, dass mit den Daten Betroffener weiterer Missbrauch betrieben wird. Zum wiederholten Male zeigt sich hier, dass die Klasnic-Kommission nicht unabhängig ist, sondern vielmehr  im Auftrag der Bischofskonferenz handelt.“<br />
Auf <a href="http://www.betroffen.at">www.betroffen.at </a>ist ein Vordruck des Antrags auf Datenabfrage an die Klasnic-Kommission zum Download bereit.<br />
<a href="http://www.argedaten.at">www.argedaten.at</a><br />
Presse-Rückfragen: FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-412-1491, <a href="mailto:info@purkarthofer-pr.at">info@purkarthofer-pr.at</a></p>
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		</item>
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		<title>Es ist Zeit zum Handeln!</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1638</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 21:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlaß haben wir hier ein Formular vorbereitet, speziell für Betroffene kirchlichen Missbrauchs, und ganz besonders für jene, die bereits mit der Klasnic Kommission zu tun hatten. Einfach das Formular Datenschutz ausfüllen (vor allem die roten Bereiche), unterschreiben  und &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1638">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlaß haben wir hier ein Formular vorbereitet, speziell für Betroffene kirchlichen Missbrauchs, und ganz besonders für jene, die bereits mit der Klasnic Kommission zu tun hatten.<br />
Einfach das <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/wp-content/uploads/2012/04/Kirchenprivilegien-Datenschutz.doc">Formular Datenschutz</a> ausfüllen (vor allem die roten Bereiche), unterschreiben  und eingeschrieben per Post an die &#8220;unabhängige Opferschutzanwaltschaft&#8221; (Adresse bereits im Formular)  schicken.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Datenleck in der Klasnic-Kommission</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1636</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 20:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kirchen-privilegien.at/?p=1636</guid>
		<description><![CDATA[Markus Rohrhofer, 24. April 2012, derstandard.at Die Unabhängigkeit der Klasnic-Kommission steht auf dem Prüfstand. Eine Datenanfrage eines Opfers offenbart, dass offensichtlich intime Details rund um Missbrauchsfälle bei der Bischofskonferenz landen Herbert L. wandte sich im vergangenen Jahr mit einer sogenannten &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1636">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Rohrhofer, 24. April 2012, <a href="http://derstandard.at/1334796112479/Missbrauch-Datenleck-in-der-Klasnic-Kommission">derstandard.at</a><br />
Die Unabhängigkeit der Klasnic-Kommission steht auf dem Prüfstand. Eine Datenanfrage eines Opfers offenbart, dass offensichtlich intime Details rund um Missbrauchsfälle bei der Bischofskonferenz landen<br />
Herbert L. wandte sich im vergangenen Jahr mit einer sogenannten Datenanfrage an die Klasnic-Kommission und die Stiftung Opferschutz. Herr L. ist anerkanntes Missbrauchsopfer und wurde bereits mit 10.000 Euro von der katholischen Kirche entschädigt. Was der Wiener noch genau wissen wollte, ist, welche Daten zu seiner Person im Zuge seiner Missbrauchsaufarbeitung gespeichert wurden. Die Antwort kam im Februar 2012 und überraschte Herbert L. Der eingeschriebene Brief, der dem Standard vorliegt, trägt nämlich den Briefkopf des Generalsekretariats der österreichischen Bischofskonferenz.<br />
Die Erklärung folgt im ersten Absatz: &#8220;Beide angefragten Einrichtungen haben das Auskunftsbegehren zuständigkeitshalber der Datenschutzkommission der Katholischen Kirche in Österreich zugeteilt.&#8221; Zuständig für mitunter heikle Datenfragen rund um die eigentlich kirchenunabhängige Opferschutzanwaltschaft ist also die katholische Datenschutzkommission.<br />
<span id="more-1636"></span></p>
<p><strong>Gläserne Opfer</strong><br />
Drängt sich natürlich die Frage auf, welche Opferdaten den Weg ins Generalsekretariat der Bischofskonferenz finden. Auch darüber gibt das Antwortschreiben Aufschluss. Gespeichert werden neben Namen, Anschrift, Taufdaten und Kirchenaustrittsdaten auch die Art des Missbrauchs, Orte des Missbrauchs, Namen von Therapeuten, die gesammelte Korrespondenz zwischen Opfer und Opferschutzanwaltschaft. Und alle Clearing-Daten. Also jene höchst sensible Informationen, die von der Klasnic-Kommission in sogenannten Clearing-Verfahren gesammelt werden.<br />
Alle kirchlichen Missbrauchsopfer, die eine Entschädigung wollen, müssen eine mehrstündige Kurztherapie (&#8220;Clearing&#8221;) bei ausgewählten Psychologen absolvieren. Darin werden intime Details zum Missbrauch bzw. zu etwaigen seelischen Beeinträchtigungen &#8211; gesundheitliche Erkrankungen, Selbstmordversuche, Beziehungsprobleme &#8211; festgehalten. Die Opfer müssen die Psychologen dann von ihrer Verschwiegenheitspflicht entbinden, sodass diese die Berichte anonymisiert an die Klasnic-Kommission weitergeleitet werden können. Diese verfasst ein &#8220;Deckblatt&#8221; und sendet selbiges als Erstinformation an die kirchliche &#8220;Stiftung Opferschutz&#8221;. Vermerkt sind darauf der Name des Opfers, des Beschuldigten, Tatzeitraum, Tatort und die Tatsache, ob körperlicher, seelischer oder sexueller Missbrauch vorliegt. Details zur Tat sind nicht enthalten.<br />
Retourniert wird dann von den jeweiligen Ordinarien oder Ordensoberen eine Stellungnahme. Die Klasnic-Kommission entscheidet über eine Entschädigung. Und man betont dort gern, keine heiklen Daten weiterzugeben.</p>
<p><strong>&#8220;Zu global geantwortet&#8221;</strong><br />
Doch warum dann die besagte Auskunft der Datenschutzkommission der Kirche? Herwig Hösele, Sprecher der Klasnic-Kommission: &#8220;Da hat der zuständige Jurist bei der katholischen Datenschutzorganisation einfach zu global geantwortet. Es wurden in dem Schreiben einfach alle gespeicherten Daten angeführt, verabsäumt wurde eine klare Differenzierung: Welche Daten bleiben bei der Kommission, welche bei der Stiftung Opferschutz und welche gehen an die katholische Datenschutzkommission. Eines halte ich aber ganz klar fest: Es werden keine hochsensiblen Daten aus den Clearing-Verfahren weitergegeben. Sonst hätte doch die ganze Kommission keinen Sinn.&#8221;</p>
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		<title>ZIB24 Studiogesprächvom 17.4.2012</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Studio zu Gast sind Caroline List von der &#8220;Klasnic-Kommission&#8221; und Opfervertreter Sepp Rothwangl von der &#8220;Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt&#8221;. Zum Beitrag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kirchen-privilegien.at/wp-content/uploads/2012/04/ZIB-Studiogespr%C3%A4ch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1633" title="ZIB Studiogespräch" src="http://www.kirchen-privilegien.at/wp-content/uploads/2012/04/ZIB-Studiogespr%C3%A4ch-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a>Im Studio zu Gast sind Caroline List von der &#8220;Klasnic-Kommission&#8221; und Opfervertreter Sepp Rothwangl von der &#8220;Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt&#8221;.<br />
<a href="http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/3903473-ZIB-24">Zum Beitrag</a></p>
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		<title>Zwischen-Bilanz der Klasnic-Kommission</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 15:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[ORF/ZIB24, 17.4.2012 Zwei Jahre ist es nun her, dass die unabhängige Opferschutz-Anwaltschaft, besser bekannt als Klasnic-Kommission, zu arbeiten begonnen hat. Zwei Jahre lang hat sie Opfer von sexuellem Missbrauch, von Misshandlungen, die diese in kirchlichen Einrichtungen über sich ergehen lassen &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1622">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><strong>ORF/ZIB24, 17.4.2012</strong><br />
Zwei Jahre ist es nun her, dass die unabhängige Opferschutz-Anwaltschaft, besser bekannt als Klasnic-Kommission, zu arbeiten begonnen hat. Zwei Jahre lang hat sie Opfer von sexuellem Missbrauch, von Misshandlungen, die diese in kirchlichen Einrichtungen über sich ergehen lassen mussten, beraten und sich dann letztlich um die Auszahlung von Entschädigungsgeldern zu gekümmert. Über 1200 Opfer haben sich seitdem gemeldet, über 700 sind bis jetzt entschädigt worden.<br />
<a href="http://tvthek.orf.at/programs/1225-ZIB-24/episodes/3903473-ZIB-24">Zum Beitrag</a></p>
<p><strong>ORF/Zeit im Bild, 16.4.2012</strong><br />
Zwischenbilanz der Klasnic-Kommission: Die unabhängige Opferschutz-Anwaltschaft hat vor zwei Jahren ihre Arbeit aufgenommen. Ziel war es, Opfern von sexuellem Missbrauch und Gewalt in kirchlichen Einrichtungen rasch und unbürokratisch zu Entschädigung und Therapie zu verhelfen. 702 Betroffene sind bisher entschädigt worden.<br />
<a href="http://tvthek.orf.at/programs/145302-Zeit-im-Bild--OeGS-/episodes/3901401-Zeit-im-Bild--OeGS-">Zum Beitrag</a></p>
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		<title>Missbrauch: 40 Priester noch im Amt?</title>
		<link>http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1619</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 18:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>monika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[wien.orf.at, 16.4.2012 Die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ kritisiert weiterhin die ihrer Meinung nach mangelnde Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche. Derzeit seien rund 40 beschuldigte Priester im Amt, sagte Sepp Rothwangl von der Plattform heute. Nicht nur die Opferschutzanwaltschaft, &#8230; <a href="http://www.kirchen-privilegien.at/archives/1619">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wien.orf.at, 16.4.2012<br />
Die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ kritisiert weiterhin die ihrer Meinung nach mangelnde Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche. Derzeit seien rund 40 beschuldigte Priester im Amt, sagte Sepp Rothwangl von der Plattform heute.<br />
Nicht nur die Opferschutzanwaltschaft, der die ehemalige steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic vorsitzt, wurde vor zwei Jahren im Auftrag der katholischen Kirche gegründet. Auch die „Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt“ startete damals ihre Tätigkeit und kritisiert seitdem die „Klasnic-Kommission“ als von der Kirche abhängig.</p>
<p>Wenig habe sich seitdem geändert, bemängelt Rothwangl, der laut eigener Aussage selbst Missbrauchsopfer ist. So würden Priester geschützt: „Ich sehe in der Vertuschung der Fälle einen Bestandteil der Tat.“ Die Namen jener rund 40 missbrauchsverdächtigen Geistlichen, die derzeit immer noch im Amt seien, kenne man. Eine Veröffentlichung behalte sich die Plattform vor, so Rothwangl. Die Plattform schlägt der Kirche auch vor, Klagen auch zivilrechtlich prüfen zu lassen, da hier andere Verjährungsfristen gelten würden.<br />
<span id="more-1619"></span><br />
<strong>Unterstützung kommt von den Grünen</strong><br />
Politische Unterstützung erhält die Plattform durch den grünen Justizsprecher Albert Steinhauser, der weiterhin eine staatliche Anlaufstelle für Missbrauchsopfer fordert. Dass die Volksanwaltschaft die Fälle künftig weiterleiten soll, sei nicht ganz das, was man sich von einer solchen Kommission erwarte.</p>
<p>Auch wenn es das „gute Recht“ der Kirche gewesen sei, die Opferschutzanwaltschaft ins Leben zu rufen, so könne diese ein staatliches Gremium nicht ersetzen. Zudem habe sich die Klasnic-Kommission für Erwachsene Missbrauchsopfer für unzuständig erklärt, für Ablehnungen gebe es keine Begründung und auch in der Prävention sei seitdem nichts passiert, lauten Steinhausers weitere Kritikpunkte.</p>
<p>Für den Psychologen Holger Eich reicht ein Blick über die Grenze, um bessere Modelle für den Umgang mit Missbrauch zu entdecken. So habe der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, welche vollständigen Archivzugang bekommen habe und die Ergebnisse unzensiert veröffentlichte. Eich sieht zudem auch eine staatliche Verantwortung für Missbrauchsfälle, die sich in katholischen Internaten ereignet haben. Die Kritik an der Klasnic-Kommission teilt er, gesteht aber zu: „Sie hat eine Aufgabe, um die ich sie nicht beneide.“<br />
Bis Ende 2011 den Opfern 6,4 Mio. Euro zuerkannt</p>
<p>Die kirchliche Opferschutzanwaltschaft unter der Leitung von Klasnic erkannte den Opfern bis Ende 2011 Entschädigungszahlungen in Höhe von 6,4 Mio. Euro zuerkannt. Allerdings war bis zum Jahreswechsel erst rund die Hälfte der Meldungen abgearbeitet &#8211; mehr dazu in Klasnic-Kommission zahlte 6,4 Mio.<br />
<a href="http://wien.orf.at/news/stories/2529223/">Zum Artikel</a></p>
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