7.290 Stimmen eingelangt. 651 Gemeinden (von 2.357) haben die Listen bisher zurückgesendet.
Jetzt fehlen uns noch 742 Unterschriften,
damit wir die offizielle Eintragungswoche erreichen und erstmals in der Geschichte des Landes die mittelalterliche Verstrickung von Kirche und Staat auflösen können.
Unterstützung für das Volksbegehren weiterhin möglich!
Auch weiterhin können Sie eine Unterstützungserklärung für das Volksbegehren gegen Kichen-Privilegien abgeben. Allerdings müssen Sie in den Gemeinden das Formular mitnehmen und nach der Unterschrift auf der Gemeinde selbst an uns zurückschicken:
Initiative Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, Halbgasse 7, 1070 Wien.
Für alle, die in Wien ihren Hauptwohnsitz haben: Sie können in jedem Bezirksamt unterschreiben und das Formular wird von dort an uns weitergeschickt.
Ein ganz großes Dankeschön
an alle UnterzeichnerInnen des Volksbegehrens gegen Kirchen-Privilegien
Ihre Initiative gegen Kirchenprivilegien
Missbrauch in Mehrerau: Zuerst vertuschen dann auf Verjährung bestehen
Kloster stellte strafrechtlich verurteilten Pädophilen ein und will jetzt nicht verantwortlich sein dafür
Als “blanken Zynismus“ bezeichnet Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt die Vorgehensweise des Klosters Mehrerau. Dieses hat sich nach der Entschädigungsklage eines dort mehrfach vergewaltigten Zöglings nun auf Verjährung berufen. “Mehrerau hat einen wegen Missbrauchs verurteilten Pater in seine Dienste genommen, die daraufhin innerhalb der eigenen Klostermauern erfolgte sexuelle Gewalt systematisch vertuscht und wendet nun Verjährung ein“ so Rothwangl. Das Kloster hafte selbstverständlich für die Indienststellung eines wegen Missbrauchs verurteilten Sexualstraftäters. Die Kirchenstrategie, Haftungsfragen und Schadensersatzansprüche nicht durch unabhängige Gerichte klären zu lassen, ist damit einmal mehr offengelegt. Continue reading “Missbrauch in Mehrerau: Zuerst vertuschen dann auf Verjährung bestehen” »
22. Februar, 2012
Ex-Schüler klagt: Nach Missbrauch setzt Kloster Mehrerau auf Verjährung
Das Kloster Mehrerau reagiert auf die Schadenersatzklage eines ehemaligen Schülers mit Verjährungseinwand. Der heute 57-Jährige war in den 1960er-Jahren von einem Geistlichen mehrfach vergewaltigt worden. Die Klage auf Schmerzensgeld und Verdienstentgang ist die erste zivilrechtliche Klage eines Missbrauchsopfers, strafrechtliche Verfahren gegen den von mehreren Männern beschuldigten Geistlichen waren wegen Verjährung eingestellt worden.
Sanyai Doshi, der Anwalt des Klägers, sah das Kloster in der moralischen Pflicht, keinen Verjährungseinwand zu erheben und damit das Verfahren zu ermöglichen. Abt Anselm van der Linde verweist das Opfer in einer Aussendung jedoch, wie bereits vor der Klage, an die Klasnic-Kommission. Das Kloster sei nicht bereit, die Haftung für vorsätzliche Taten eines Ordensmitglieds zu übernehmen. In die Opferschutzkommission flossen bisher, so Pressesprecher Harald Schiffl, rund 200.000 Euro aus der Mehrerau. Continue reading “Ex-Schüler klagt: Nach Missbrauch setzt Kloster Mehrerau auf Verjährung” »
14. Februar, 2012
Dunkle Geschäfte: Kirche bringt Marie in Sicherheit
Ermittlungen wegen Steuer- und Kapitalflucht: Die Vatikanbank in Rom, das Geldinstitut des Papstes, steht erneut unter Geldwäscheverdacht.
Hunderte Millionen Euro sollen in den vergangenen zwei Jahren von italienischen Bankkonten stillschweigend nach Deutschland transferiert worden sein. Die Staatsanwaltschaft in Rom hat dabei die Vatikanbank IOR (Istituto per le opere di religione) in Verdacht, Drahtzieher der Operation zu sein. Nachdem die Staats- anwaltschaft gegen Vatikanbank, IOR-Präsidenten Ettore Gotti Tedeschi und vier Priester wegen Beihilfe zur Geldwäsche ermittelt, seien die Mittel nach Deutschland transferiert worden, berichtet La Repubblica. Zum Artikel
8. Februar, 2012
Das Stift der Macht
Jahrhundertelang hat sich das Stift Admont in einer perfekten Inszenierung der eigenen Macht geübt. Mit den Missbrauchsvorwürfen tut man sich sichtlich schwer.
In Sachen Wirtschaft kann man den Admontern nichts vormachen: Das Stift, das von seinem kirchlichen Status auch steuerlich profitieren kann, ist mit 500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region. Man kontrolliert ein kleines Firmenimperium, produziert Strom in eigenen Kraftwerken, ist einer der größten privaten Waldbesitzer der Republik und hat in der Nachkriegszeit erfolgreich den Wandel vom Forst- zum Industriebetrieb geschafft. 2010 war das Stift jedenfalls sehr liquid: Im Zuge der Privatisierung der bundeseigenen Wohnungsgesellschaft Buwog erwarben die Admonter 276 Wohnungen in der ganzen Steiermark. Wirtschaftliche Stärke, so verkündet die Homepage, diene seit jeher als Basis dafür, vielfältige Aufgaben selbstständig erfüllen zu können. Der Reichtum der Admonter geht aber deutlich darüber hinaus. Als kirchliche Institution muss das Stift allerdings keine Bilanzen im öffentlichen Firmenbuch hinterlegen, genaue Zahlen zu Umsatz oder Gewinn bleiben geheim. >> Zum Falter-Artikel
8. Februar, 2012
Zwei Milliarden Euro an Kirche pro Jahr?
Zwei Milliarden Euro soll die katholische Kirche jedes Jahr vom Staat erhalten – zumindest behauptet das die Initiative gegen Kirchenprivilegien. Die Erzdiözese Wien reagiert empört.Unter anderem seien Pensionen von Religionslehrern eingerechnet. Das sei unseriös. Aber: Vollständige Zahlen zu den Kirchenfinanzen gibt es in Österreich keine.
Laut Initiative gegen Kirchenprivilegien (IgK) könnte der Staat zwei Milliarden Steuer-Euro bei der Kirche holen – katholische Privatspitäler und Pflegeheime noch gar nicht miteingerechnet, zitiert die “Wiener Zeitung” einen IgK-Sprecher. Die Diözese Wien kann diesen Wert weder bestätigen noch dementieren. Nur so viel: “Das ist mit Sicherheit zu hoch.” Continue reading “Zwei Milliarden Euro an Kirche pro Jahr?” »
6. Februar, 2012
Wieso wird Kirche von Sparpaketen stets ausgespart?
Aktuelle Berechnungen zeigen, dass die jährlichen Staatsausgaben für die Kirchen in Österreich sich auf geschätzte 2 Milliarden (ohne Gesundheitsbereich) jährlich belaufen http://derstandard.at/1328162577961/3-Milliarden-Euro-kolportiert-Wie-der-Staat-die-Kirche-finanziert Das sei “mit Sicherheit zu hoch”, sagt Michael Prüller, Sprecher der Diözese Wien. Die Kirche habe zwar keine eigenen Schätzungen, aber diese Summe sei auf jeden Fall zu hoch gegriffen.
„Verwunderlich“ findet Niko Alm von der Initiative gegen Kirchenprivilegien diese Aussage. „Beim Thema Kirchenfinanzen herrscht trotz der enormen Summen völlige Intransparenz, offensichtlich auch in den eigenen Reihen. Trotzdem will Prüller wissen, dass die angegebene Summe jedenfalls zu hoch sei. Während der Staat bei Bildung und Sozialem massiv einspart, werden die Kirchenpfründe nicht angetastet.“ Auch 1250 Kirchenbedienstete (Gehalt eines Bundesbeamten der Verwendungsgruppe A, Dienstklasse IV, 4. Gehaltsstufe) werden jedes Jahr aus Steuermitteln finanziert, es stellt sich die Frage, warum die Kirche hier ihre Mitarbeiter nicht selbst bezahlt.
R.k. Kirche: Verjährung gilt für Missbrauch nicht für Privilegien
Und Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt ergänzt: „Die Kirche lässt sich ja eine “Entschädigung” für den, schon unter Joseph des Zweiten, enteigneten Religionsfonds zahlen, obwohl sie dafür durch die Einführung der Kirchensteuer längst entschädigt wurde. Diese jährlichen Zahlungen sind unbefristet, indexangepasst und verjähren nicht. Anders bei den tausenden Opfern kirchlicher Gewalt: hier wurde geleugnet, systematisch vertuscht und jetzt, wo die ersten Betroffenen Klagen einbringen wollen, will man sich, trotz klarer Beweislage und Geständnisse, hinter der Verjährung verstecken.“ Rothwangl fordert Kardinal Schönborn daher auf, im Falle zivilrechtlicher Klagen auf den Verjährungseinwand zu verzichten. „Das hatte der Kardinal ursprünglich angekündigt, doch nun wendet sein Anwalt zum wiederholten Male die Verjährung ein. Herr Kardinal, stehen Sie im Interesse der Gerechtigkeit zu ihrem Wort!“ www.betroffen.at
6. Februar, 2012
Grüne und SPÖ Politik will Konkordat diskutieren
Grüne bringen Anfragen zur Kirchenfinanzierung ein.
“Das Verhältnis von Kirche und Staat gehört diskutiert”, sagt Daniela Musiol. Die Grüne will das Thema ins Parlament bringen und hat insgesamt sechs Anfragen an Innen-, Infrastruktur-, Wissenschafts-, Unterrichts-, Finanz- und Justizministerium gestellt.
Der Kern: Welche Geldflüsse gibt es an die Kirchen? Antworten soll es Anfang April geben.
Kirchenkritiker Frerk: “Kirche nimmt den Staat in die Zange”
Die Kirche sei ein Staat im Staat mit einzigartigem Recht, sagt der deutsche Kirchenkritiker Carsten Frerk – Wie viel Vermögen die Kirche besitzt, lässt sich kaum berechnen. Standard: In Österreich wird ein Sparpaket geschnürt. Könnte man die Kirche in die Pflicht nehmen? Frerk: Kirchen sind die heiligen Kühe in unserem Kulturkreis. Meine These ist, egal wie sehr das Ansehen der Kirche sinkt: Ihre Macht, auch in den Medien, ist so stark, dass sie drei bis fünf Prozent Wähler bewegen kann. Das ist für die Großparteien ein möglicher Verlust der Regierungsmehrheit. Zum Standard-Interview vom 5.2.2012
6. Februar, 2012
Nächstenhiebe
So titelt ein aktueller Artikel im Profil. Ein Pater, der wegen sexuellen Mißbrauchs verurteilt wurde, durfte weiter als Lehrer und Erzieher arbeiten. Eines seiner Opfer will nun, dass das Kloster sich dafür vor Gericht verantwortet.
Profil vom 6.2.2012 [download pdf]
6. Februar, 2012
3 Milliarden Euro kolportiert: Wie der Staat die Kirche finanziert
Wie viel die katholische Kirche in Österreich pro Jahr vom Staat kassiert und welches Vermögen sie besitzt, wissen die Kirchenvertreter oft selbst nicht.
15 Milliarden Euro erhalten Deutschlands Kirchen pro Jahr an staatlichen Subventionen. Dazu kommen etwa neun Milliarden an Kirchenbeiträgen und etwa 50 Milliarden für kirchliche Sozialeinrichtungen wie Caritas.
In Österreich konzentriert sich der klerikale Reichtum auf die katholische Kirche. 2011 waren 64,1 Prozent der Österreicher katholisch, etwa 5,5 Millionen Menschen. Abgeschlagen folgen die Muslime mit 400.000 und die evangelische Kirche mit rund 375.000 Mitgliedern.
“Insgesamt genießt die Kirche Steuerbegünstigungen und Subventionen in Höhe von zwei Milliarden Euro pro Jahr”, sagt Niko Alm von der Initiative gegen Kirchenprivilegien, die ein Volksbegehren in Vorbereitung hat.
Die Initiative gegen Kirchenprivilegien hat versucht, die finanziellen Grundpfeiler der Kirchen aufzulisten:
Unterstützen Sie das Volksbegehren mit einer Spende
Diese Initiative wurde aus privaten Mitteln finanziert. Um das Volksbegehren bekannt zu machen, benötigen wir Folder und Infomaterial etc. Wir freuen uns über jede Spende. Vielen Dank!
Pimp your Head – und flieg nach Kuba
Sende dein Portraitfoto mit der kreativsten konfessionellen Kopfbedeckung ein und gewinn eine Reise nach Kuba! Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Alle Infos
ABC Forum
NEU und RESPEKTLOS!
von Heli Deinboek
Die praktische Begriffs-Kompilation für EinsteigerInnen in die Anti-Privilegien-Kampagne. Satiriker nennen diese Kompilation auch das „Lexikon der Böhmisch-Diabolischen Kirche“.
>> zum ABC-Forum
Initiatoren:
Niko Alm, Unternehmer Univ. Prof. Heinz Oberhummer, Physiker Sepp Rothwangl, Autor und Forstwirt Phillippe F. Lorre, Unternehmer Elisabeth Ohri, Künstlerin Claudia Gamon, Studentin, Mitglied von JuLis Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt
Unser Grundsatz: Ein Recht für Alle.
Religion ist Privatsache. Wir haben nichts gegen Religionen oder andere Weltanschauungen. Jeder/Jede darf glauben was er/sie will. Religionen sollen aber privat und nicht staatlich überlagert sein. Das Volksbegehren richtet sich nicht gegen Kirchen oder Religionen. -Es richtet sich an den Staat. Es ist gegen Diskriminierung und Bevorzugung - aber für Gleichberechtigung. Kurz: Es will "Ein Recht für Alle".